1.5 Klassische und moderne Physik

1.5.1 Klassische Physik

Die Bezeichnung klassische Physik bezeichnet grob die Physik vor dem 20. Jahrhundert. Die klassische Physik verwendet zur Beschreibung der Phänomene in der Natur anschauliche Modelle, die mit unserer täglichen Erfahrung in Einklang stehen.

Um 1900 sind bei Experimenten allerdings immer mehr Phänomene gefunden worden, die nicht mit den anschaulichen Modellen der klassischen Physik erklärt werden konnten. Beispiele dafür sind das Doppelspaltexperiment mit Elektronen oder das Michelson-Morley-Experiment.

1.5.2 Moderne Physik

Diese Experimente haben am Anfang des 20. Jahrunderts zur Entwicklung der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik geführt. Sie verwenden Modelle, die zwar im Einklang mit den Experimenten stehen, aber mathematisch sehr abstrakt sind. Diese Physik, die sich nicht mehr mit anschaulichen Modellen beschreiben lässt, wird allgemein als Moderne Physik bezeichnet.

Selbst 100 Jahre später gibt es immer noch Menschen, die nicht glauben können, dass sich die Natur so „verrückt“ verhält, wie es die Relativitätstheorie und die Theorie der Quantenmechanik vorhersagt. Aber alle Experimente, die bisher durchgeführt wurden, um diese Theorien zu widerlegen, haben gezeigt, dass sich die Natur tatsächlich so verhält.

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Bild 1.4: Zusammenhang der Teilgebiete der modernen Physik